Wann hilft das überhaupt?
Ein DNS-Cache speichert Antworten für eine begrenzte Zeit. Nach einer DNS-Korrektur kann dein Gerät noch alte Adressen oder negative Antworten verwenden. Leeren ist dann ein gezielter Versuch. Es korrigiert weder eine falsche Zone noch einen unerreichbaren Providerresolver.
Notiere vor dem Leeren die bisherige Auflösung und vergleiche sie nachher. Sonst weißt du nicht, ob der Cache überhaupt beteiligt war. Bei Firmen-VPNs können interne Namen absichtlich anders aufgelöst werden.
Windows
Öffne die Eingabeaufforderung oder Windows Terminal. ipconfig /flushdns leert den lokalen Resolvercache und zeigt bei Erfolg eine Bestätigung. Falls dein System erhöhte Rechte verlangt, nutze ein berechtigtes Administrationskonto.
ipconfig /flushdnsTeste anschließend die betroffene Domain erneut. nslookup fragt den Resolver ab und kann helfen, dessen Antwort mit dem Verhalten des Browsers zu vergleichen. Es ist kein vollständiger Nachweis über alle Browsercaches.
nslookup example.commacOS
Auf aktuellen macOS-Versionen werden häufig die folgenden zwei Befehle im Terminal verwendet. Der zweite sendet ein HUP-Signal an den lokalen mDNSResponder und benötigt Administratorrechte. Das Kennwort wird bei der Eingabe nicht sichtbar; fehlende Ausgabe allein bedeutet keinen Fehler.
sudo dscacheutil -flushcache\nsudo killall -HUP mDNSResponderDas Verfahren kann sich zwischen Systemversionen unterscheiden. Prüfe bei verwalteten oder älteren Macs die Vorgaben deiner Administration. Die Befehle leeren lokale Daten; sie ändern keine Nameserver beim Registrar.
Browser und verschlüsseltes DNS
Schließe den Browser vollständig und starte ihn neu. Geöffnete Verbindungen oder ein eigener DNS-Cache können sonst weitergenutzt werden. Browser mit verschlüsseltem DNS können einen anderen Resolver als das Betriebssystem verwenden.
Prüfe die vorhandene DNS-Einstellung, bevor du sie änderst. Das Löschen von Cookies ist für die Namensauflösung normalerweise nicht nötig und meldet dich unnötig von Diensten ab. Interne Browserseiten und ihre Namen ändern sich zwischen Versionen; ein vollständiger Neustart ist der einfachere erste Vergleich.
Wenn weiterhin die alte Antwort kommt
Prüfe autoritative Daten und verbleibende TTLs. Ein Provider- oder Browserresolver kann noch gültige Antworten cachen, die ein lokales Leeren nicht entfernt. Auch negative Antworten haben eine Cache-Dauer.
Bei einem Domainumzug müssen A, AAAA, CNAME und die Delegation zusammenpassen. Vergleiche mit einem zweiten Netzwerk und nutze den Checker als zusätzliche Perspektive. Warte nicht blind 48 Stunden, wenn die autoritative Zone nachweislich falsch ist.
Häufige Fragen
Muss ich danach neu starten?
Ein kompletter Rechnerneustart ist normalerweise nicht nötig. Starte zunächst den Browser neu und teste gezielt.
Werden Passwörter gelöscht?
Die genannten DNS-Befehle löschen keine gespeicherten Browserpasswörter oder Cookies.
Wie oft soll ich den Cache leeren?
Einmal nach einer passenden Änderung genügt als Test. Wiederholungen helfen nicht gegen einen weiterhin falschen DNS-Eintrag.